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Samstag, 23. März 2013

Drei Generationen unterwegs

   Dienstag, 12.03.2013 bis Samstag, 23.03.2013
Um Dezember herum hatte ich bereits die wundervolle Nachricht erhalten, dass meine Oma und meine Mutter mich während der Frühlingsferien in Japan besuchen kommen werden. Am 12. März durfte ich die beiden dann tatsächlich am Flughafen in Ôsaka abholen. Trotz Müdigkeit konnte ich ihnen gleich am ersten Tag noch einen Tempel in der Nähe ihrer Herberge zeigen (Sanjû Sangendo, der längste Holzbau der Welt, in dem 1000 Statuen von der Gottheit Kanon ausgestellt sind), und sie in den Geschmack von traditioneller Kyôtoer Küche kommen lassen.

 

Die folgenden Tage haben wir uns zusammen einige Sehenswürdigkeiten in meiner aktuellen Heimat angeschaut, unter anderem den Goldtempel, das Nijô-Schloss, den Fushimi-Inari-Schrein und Arashiyama. Es hieß zwar, dass dieses Jahr die Kirschblüte recht früh komme, aber Kyôto hatte sie leider doch noch nicht ganz erreicht.
Wassershow, die wir am Kyôtoer Bahnhof zufällig mitbekommen haben

   Um meinen beiden Damen auch etwas vom Land zu zeigen, haben wir uns zunächst für 3 Tage mit dem Shinkansen nach Hiroshima begeben. Meine Oma wollte sich gerne den Friedenspark anschauen (ich war ja schon einmal dort), und wie es sich für Touristen gehört, haben wir auch die Friedensglocke geläutet.
Abends gab es dann für die beiden die erste Tatami- und Futonerfahrung - ich hatte ein Zimmer im japanischen Stil gebucht. Davon, dass Futon gut für den Rücken sind, konnte ich sie allerdings nicht überzeugen...
Am zweiten Tag in Hiroshima haben wir uns mit der Fähre nach Miyajima übersetzen lassen, da ich bei meinem letzten Besuch so begeistert von dem dortigen Schrein im Wasser war.

















Diesmal war auch genügend Zeit, den Misen zu besteigen, ein Berg, auf dem Affen leben. Obwohl man ein gutes Stück des Weges mit der Seilbahn zurücklegen kann, war der Aufstieg bis zum Gipfel ziemlich anstrengend, und wir geraten trotz der noch kühlen Temperaturen ins Schwitzen. Aber die Aussicht über die Inlandsee war die Anstrengung wert.





Sehr amüsant fand ich diese kleinen Kerle, die unterwegs überall zu sehen waren.
   Die zweite Station auf der Mission 'Zeig Oma und Mutter das Land' war die Ehime-Präfektur. Eine Freundin hatte uns für 3 Tage nach Uwajima zu sich nach Hause eingeladen. Dort kamen wir wieder in den Genuss von Tatami, und meine Oma und Mutter durften Ikebana ausprobieren (auch wenn das Ergebnis der Japanerin nicht zu gefallen schien), das Schloss besichtigen, und die Perlen bewundern, die vor Uwajima gezüchtet werden.
Vor der Rückfahrt nach Kyôto mit dem Shinkansen haben wir einen Zwischenstopp in Matsuyama gemacht, wo sich das älteste Onsen Japans befindet. Das Dôgo Onsen ist bereits seit 1000 Jahren in Betrieb und das Modell für das zentrale Badehaus in dem Anime 'Chihiros Reise ins Zauberland'. Dort konnte ich meiner Oma und Mutter auch die Badekultur Japans zeigen.

(Leider habe ich versehentlich einen Teil meiner Fotos gelöscht, deswegen hier mal ausnahmsweise eines, das nicht mir gehört)

   Weitere zwei Tage voller Mitbringsel-Shopping musste ich meine Gäste auch schon wieder zum Flughafen begleiten. Wenn es auch nur für kurze Zeit war, ich hoffe, dass Japan einen guten Eindruck hinterlassen hat! Wie immer war es etwas anstrengend, alles zu übersetzen, aber die beiden haben sich schnell mit dem Bahnsystem zurecht gefunden, und da Kyôto symmetrisch angelegt ist, war auch das kein großes Problem. Ich habe mich wirklich riesig gefreut, einem Teil meiner Familie zu zeigen, wofür ich mich so begeistere, und es war wundervoll, nach einem halben Jahr wieder altvertraute Gesichter zu sehen. Das nächste Mal ist der zweite Teil der Familie an der Reihe!

じゃ、またね!

Dienstag, 1. Januar 2013

Urlaub in Tokyo

   Dienstag, 25.12.2012, nachts
Nachdem an der Uni zwei Wochen Ferien sind, habe ich beschlossen, ein paar Tage nach Tôkyô zu fahren und Freunde zu besuchen. Da Studenten ja bekanntlich nicht so viel Geld besitzen, habe ich mich für Hin- und Rückfahrt mit dem Nachtbus entschieden... Es gibt deutlich bequemere Reisemöglichkeiten! An Schlaf war nicht wirklich zu denken, trotz Kopfhörern und Musik waren die Fahrgäste doch sehr laut und die Straßenlichter ziemlich hell. XD Aber um zu sparen ist es eine gute Möglichkeit...

   Mittwoch, 26.12.2012
Obwohl ich etwas müde nach der Fahrt war (um 7 Uhr morgens bin ich in der Hauptstadt angekommen), bin ich mit meiner lieben Mitstudierenden aus Deutschland und ihren Freunden zum Fuji Q gefahren, ein Vergnügungspark in der Nähe des Fujisan. Es war zwar recht kalt, aber die Sonne tat uns den Gefallen, zu scheinen, wodurch wir perfekte Sicht auf den Berg hatten!
 
Die Attraktionen im Park bestanden hauptsächlich aus Achterbahnen und Fahrgeschäften, für die man extra zahlen musste, für den Preis muss ich da kein zweites Mal hin... Das Geisterhaus (hab mir sagen lassen, dass es weltweit eines der längsten ist) war allerdings sehr gut aufgebaut - ein altes Krankenhaus, in dem Menschenexperimente durchgeführt wurden. Die Beleuchtung bei Nacht war auch schön anzusehen.




Für die Nächte, die ich bei meiner Freundin verbringen durfte, haben mir ihre Vermieter einen Futon bereit gestellt, den wir bei unserer Rückkehr vom Vergnügungspark abholen durften. Ganz großes Danke dafür, ich liebe es, auf Futons zu schlafen!




   Donnerstag, 27., bis Sonntag, 30.12.2012
Die folgenden Tage haben wir immer gemütlich ausgeschlafen und sind dann nach Shinjuku gefahren, um Shoppen zu gehen, Karaoke zu singen oder uns mit Freunden zu treffen. Meine Freundin hat mir ihre Uni gezeigt (interessant, mal auch andere Unis zu sehen), wir haben einen Tempel besucht, der für Katzen berühmt sein soll (es war aber keine dort), und wir waren im jährlichen Konzert des Orchesters der Meiji-Universität. 

Am letzten Tag waren wir zu dritt im Sweets Paradise, das bedeutet, etwas über eine Stunde Pasta- und Kuchenbuffet! Sehr lecker, sehr sättigend... sehr gut für die langen Stunden im Nachtbus zurück nach Kyôto!
Danke an alle, die Zeit für mich hatten, ich hatte sehr viel Spaß in Tôkyô! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder! <3

じゃ、またね!

Dienstag, 13. September 2011

Ein Tag in Akagi

   6:30 Uhr
Die 8 Personen in Zimmer 3-4 werden langsam wach, rennen ins Bad und beeilen sich, vor sieben Uhr fertig zu sein.
   7:00 Uhr
Morgenappell auf dem Versammlungsplatz. Die Nationalflagge und die Flagge von Akagi werden waehrend der Nationalhymne gehisst. Danach folgen Morgengymnastik zu Radiomusik und die Begruessung durch die Gruppensprecher.
   7:30 Uhr
Fruehstueck (japanisch)
   9:00 Uhr
Tandemunterricht (auf Deutsch) bis 12 Uhr
   12:10 Uhr
Mittagessen (japanisch)
   13:30 Uhr
Tandemunterricht (auf Japanisch) bis 16:10 Uhr
   17:00 Uhr
Abendappell auf dem Versammlungsplatz. Die Nationalflagge und die Flagge von Akagi werden eingeholt. Ansprache von einem Mitarbeiter der Einrichtung.
   17:30 Uhr
Abendessen (japanisch)
   19:00 Uhr
Praesentationen der vorbereiteten Theaterstuecke
   21:30 Uhr
Gemeinschaftsbaden im heissen Wasser
  23:00 Uhr
Eisparty in einem der Frauenzimmer
   1:00 UhrLangsam mal schlafen gehen...

 じゃ、またね!

Montag, 5. September 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

4./5. 9.
   In Tokyo mit den anderen Japanologen wiedervereint! ^^ So ging es erstmal auf Streiftour durch Shibuya, Purikura machen, Hachiko besuchen, Takoyaki essen, usw. Was (besser gesagt 'wen') man dabei so alles beobachten kann... Wir haben Kerle gesehen, die gut als Double fuer YUKKE und Mizushima Hiro durchgehen koennten! XD
Heute ging es zuerst in den Shônen Jump Shop, direkt beim Tôkyô Dome. So viel Merchandise, so wenig Geld. Aber das, was ich aus den Automaten haben wollte, hab ich tatsaechlich bekommen! Lucky! Eigentlich wollten wir mit der Achterbahn im Tôkyô Dome fahren, aber sie war geschlossen... Also ging es weiter nach Shinjuku zum Karaoke. Da kann man verdammt viel Zeit verbringen, wenn man genug Geld hat... Die Lieder sind echt gut (ich hab nicht nachgezaehlt, wie viele es von MUCC waren, oder auch an Animesongs). Ich bin echt froh, in Tôkyô nicht mehr allein zu sein, solche Sachen wuerden alleine keinen Spass machen.
Morgen geht es mit dem Bus Richtung Gunma-Praefektur, wo unser Tandemkurs stattfindet. Damit endet mein kleines 'Tagebuch' auch, ueber den Kurs wird es wohl nicht viel zu berichten geben. Thank you for travelling with Deutsche Studentin. 

じゃ、またね!

Samstag, 3. September 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

3. 9.
   9:15 Uhr
Trotz des schlechten Wetters auf dem Weg nach Huis ten Bosch. Es ist verdammt windig und regnet seicht, aber ich werde den Auswirkungen des Taifuns trotzen!
   11:15 Uhr
In Huis ten Bosch kommt man zuerst durch das Teddy Bear Kingdom, wo die Erfindung des Teddys beschrieben wird (Namensgeber T. Roosevelt, Erfinderin M. Steiff).
Baerenfamilien
Als naechstes bin ich ueber die Windmuehlenstrasse spaziert und so zum Mirror Maze gelangt, das Alice im Wunderland nachempfunden ist. De Weg zwischen den Spiegeln zu finden war wirklich schwer! Ausserdem gibt es eine Trick Art Gallerie mit optischen Taeuschungen und ein M.C.Escher-3D-Kino.
   13:00 Uhr
Bei ‚Grand Odyssey‘ wird ein Scan vom Gesicht gemacht und in einen Film projiziert. Die Geschichte handelt von der Zukunft. Die Menschen mussten ins All fliehen, wollen nun aber zur Erde zurueck. Ich war ein Mitglied der ‚Brains‘, sah sehr lustig aus! XD
Huis ten Bosch ist quasi ein Mix aus Film, Fahrgeschaeften, Gebaeuden und Kunst – die Abwechslung ist gut und die Attraktionen machen Spass!


   15:15 Uhr
Die letzten beiden Attraktionen im Nieuwstad-Teil waren das Kirara (Kino mit Spiegeln, sodass man sich mittendrin fuehlt) und eine Flutsimulation.
Weiter ging es zum Thriller Fantasy Museum. Hier gibt es ein Haus, in dem man die richtige Glocke finden muss, um ein verfluchtes Brautpaar wieder gluecklich zu vereinen. Nebenan geht es mit japanischen Geistergeschichten weiter. Zuletzt kommt noch das Orgelhaus. Zwei Orgelbauer streiten hier um den Titel des Besten, mit Zuhilfenahme des Teufels. Da im Gruselteil des Parks Schauspieler und viele Spezialeffekte eingesetzt werden, habe ich mich doch tatsaechlich mehrmals erschreckt! Passiert mir sonst nicht…
Weiter ging es ueber den Basar und vorbei am One Piece Shop! ^^ Vom Domtoren aus, wo man einen guten Ueberblick ueber den ganzen Park hat, konnte man bereits den Grund fuer meinen Besuch sehen…
Nach einer Pizza Carbonara im Pinoccio (nein, nicht falsch geschrieben) geht es Richtung Hafen…
   17:00 Uhr
… wo die Thousand Sunny vor Anker liegt! 
Ja, genau, das Schiff von One Piece. XD Ein Teil des Hafengelaendes wurde in einen Grove von Shabondy verwandelt (sorry an alle, die jetzt nicht folgen koennen – schaut doch mal auf wikipedia unter One Piece! ^^). Es gibt One-Piece-Shops, One-Piece-Restaurants, One-Piece-Figuren und das Schiff! Es ist verdammt lustig, ploetzlich mitten in einem Anime zu landen… Es kommt einem alles so bekannt vor…
Die Crew der Thousand Sunny ^^

Als letztes mache ich jetzt noch eine Kanalfahrt. Danach habe ich genug Geld hiergelassen, aber es hat sich gelohnt! Huis ten Bosch macht viel Spass. Auch wenn das Wetter heute nicht mitspielen wollte… Was tue ich nicht alles fuer One Piece! XD
   20:30 Uhr
Zurueck in der Jugendherberge habe ich endlich Gesellschaft, die mit mir spricht (die beiden Japanerinnen vorher waren wohl stumm…)! Allison aus China, sie kann verdammt gut Englisch. Das wird wohl ein lustiger Abschlussabend in Nagasaki!

じゃ、またね!

Freitag, 2. September 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

2. 9.
   11:30 Uhr
Es war eine gute Entscheidung, als erstes ins Atombombenmuseum zu gehen. Es ist zwar nicht ganz so bedrueckend wie Hiroshima, weil es sich eher auf Artefakte und Fakten konzentriert als auf die Einzelschicksale der Opfer, aber was passiert ist, laesst mich trotzdem sprachlos zurueck. 9. August 1945, 11:02 Uhr… Die Uhren sind um genau diese Zeit stehen geblieben, als der Flieger Bockscar die Plutoniumbombe Fatman abwarf. Nagasaki war ‚nur‘ die zweite Wahl, ueber dem Primaerziel waren zu viele Wolken.
Ich finde es unfassbar, dass die Verantwortlichen nach Hiroshima noch eine zweite Bombe abwerfen konnten. Wie viele Wissenschaftler (unter anderem Albert Einstein) bin ich der Meinung, dass Japan auch ohne Atombomben aufgegeben haette. Bewundern tue ich Dr. Nagai Takashi (Paul), der, obwohl er selbst vor dem Abwurf an Leukaemie erkrankt war, sein moeglichstes tat, um den Opfern auch bei Spaetfolgen zu helfen. Von seiner Sorte sollte es mehr Menschen geben!
Denkmal fuer die Opfer und Ort des Epizentrums
   13:30 Uhr
Zwischenstopp an einem weiteren traurigen Ort – Nishizaka, der Huegel der 26 Maertyrer von Japan. Hier wurden 1597 26 Christen (Franziskaner und Jesuiten) gekreuzigt.
Denkmal der 26 Maertyrer von Japan
Das Christentum wurde ungefaehr 1540 von den Portugiesen nach Japan gebracht. Da aber der Glaube an die Gleichheit der Menschen in Konflikt mit der angestrebten Alleinherrschaft von Toyotomi Hideyoshi trat, verbot er den christlichen Glauben und liess Ausuebende verfolgen. Die 26 Maertyrer wurden in ganz Japan gesammelt und nach Nagasaki gefuehrt – der Aelteste war 64, der Juengste gerade mal 12 Jahre alt. Sie wurden circa 1860 vom Papst heiliggesprochen, bevor das Verbot aufgehoben wurde. Im Geheimen haben damals jedoch viele Christen ihren Glauben bewahrt.
   15:00 Uhr
Nach einem Geldwechsel werden jetzt Gyôza im Hakata-Style gegessen und dann mache ich mich auf den Weg zu erfreulicheren Sehenswuerdigkeiten: Dejima und Glover Park. Nagasaki gefaellt mir zwar als Wohnort nicht, aber die Geschichte ist sehr interessant!
   18:00 Uhr
Dejima war eine kuenstliche Insel in Form eines Faechers. 
Modell von Dejima im 17. Jahrhundert
Das Shogunat liess sie im 17. Jahrhundert bauen, um mit den Auslaendern Handel und Informationsaustausch zu betreiben. Es war den dort ab 1641 lebenden Hollaendern jedoch verboten, Dejima in Richtung Nagasaki zu verlassen, und nur wenigen Japanern war es erlaubt, die Insel zu betreten. So lebten auf engem Raum mehrere hundert Menschen zusammen und bewirtschafteten die Lagerhaeuser, Garten und Kirche. Viele Waren wurden erst von den Hollaendern in Japan eingefuehrt, darunter viele Pflanzen und Tiere.
 Von den Hollaendern importierte Blumen - wer erraet sie? ^^
Im Gegenzug konnte man das Heimatland und Europa mit Informationen ueber die Kultur Japans versorgen.
Die Insel Dejima existiert heute nicht mehr, da wo einst Meer war, stehen jetzt Haeuser. Aber an dem frueheren Ort wurden die Gebaeude rekonstruiert und zeugen von vergangenen Tagen. Es gibt sehr detaillierte Erklaerungen und wirklich interessante Ausstellungsstuecke, unter anderem ein Buch von Siebold, der als Hollaender getarnt nach Japan kam und in Nagasaki per Sondererlaubnis eine Schule fuer westliche Medizin gruenden durfte.
Fruehere Unterkunft des Fabrikchefs auf Dejima
Da das Wetter immer schlechter wird (Regen und Wind – Auswirkungen des Taifuns) und meine Fuesse von 9 Stunden Laufen doch langsam wehtun, gehe ich nicht mehr zum Glover Park. Vielleicht komme ich eines Tages ja doch nochmal nach Nagasaki…
Morgen fahre ich zum Holland-Themenpark Huis ten Bosch. Der Hauptgrund dafuer wird noch nicht verraten… XD Aber ich freue mich darauf, die Fotos, die ich vom Park gesehen habe, sehen interessant aus und ich war noch nie in Holland… Ich lasse mich ueberraschen!
Wo ich schon in Nagasaki bin, wird jetzt noch Castella gegessen. Das ist ein Kuchen, der von den Portugiesen eingefuehrt wurde (auf Japanisch Kasutera).

じゃ、またね!

Donnerstag, 1. September 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

31. 8.
  17:30 Uhr
Weil es Haruko heute nicht so gut ging, sind wir leider nicht nach Matsuyama gefahren. Aber es gibt ein kleines Onsen hier in der Naehe – Yasuragi no Sato. Von den verschiedenen Becken aus kann man auf die Berge schauen. Es ist alles offen, im Garten sind auch Becken, und es gibt sogar Whirlpools und eine Sauna. Das einzige, was mich nervt, ist das gruendliche Waschen vorher… Aber das laesst sich nunmal nicht aendern! Das Wasser war gar nicht so heiss, wie ich erwartet habe… oder ich bin schon an die Hitze gewoehnt! >.< Nach dem Bad habe ich mir eine Matcha-Milch gekauft, sehr erfrischend!
Heute Abend gehen wir noch Okonomiyaki essen. Ich muss gestehen, dass ich das noch nie probiert habe…
   22:00 Uhr
Fazit: Okonomiyaki ist lecker! Ich hatte meines mit Garnelen und Soba.
Es war wirklich schoen, meine Freundin wieder zu treffen und mich mit ihr zu unterhalten. Aber den ganzen Tag aufmerksam zuzuhoeren, um ihr Japanisch zu verstehen, ist auch anstrengend… Gut, dass ich vor dem Tandemkurs in Akagi noch etwas alleine reise!

1. 9.
   10:15 Uhr
Da bin ich also wieder unterwegs… Ich werde heute den ganzen Tag im Zug verbringen, da habe ich Zeit zum Lernen…
Als ich das letzte Mal von Matsuyama nach Okayama gefahren bin, sass ich im Anpanman-Zug, diesmal ist es ein normaler Zug. Die Durchsagen haben mich damals etwas gestoert, aber diesmal haette ich gerne ein Foto vom Zug gemacht… Kann man nicht aendern! >.<
   14:00 Uhr
Im Zug nach Kyûshû, dank Bento keinen Hunger mehr und dank Drachenfruchtwasser ausreichend Fluessigkeit.
Was ich mir bereits in Beppu gedacht habe: Die Zuege von Kyûshû sehen etwas anders aus… Der Sakura Shinkansen, in dem ich mich jetzt befinde (irgendwie verfolgt mich der Name), ist nicht weiss, wie die Zuege von Honshu, sondern leicht grau-blau. Sieht auch nett aus!
Heute soll wohl ein Taifun kommen… Der Himmel ist ueberall schon grau, aber ausser Regen merke ich nicht viel! ^^ Quasi der perfekte Tag zum Zugfahren. Naechster Stopp fuer mich ist in ungefaehr 2 Stunden in Hakata. Von da aus geht es nochmal 2 Stunden weiter nach Nagasaki, mit dem Kamome Special Rapid Service.
 Honshus Kodama Shinkansen
Kyûshûs Sakura Shinkansen
   16:00 Uhr
Von Honshu aus faehrt man durch einen Tunnel unter dem Meer hindurch nach Kyûshû! Ich mag Tunnel eigentlich nicht besonders, weil mir bei der hohen Geschwindigkeit des Shinkansen staendig die Ohren zufallen.
Generell finde  ich Shinkansen sehr praktisch, weil man schnell von A nach B kommt. Aber jetzt im Kamome muss ich sagen, dass er mir am besten gefaellt! Die Sitze sind viel besser gepolstert, sehr bequem. Nur ein Tisch zum Essen fehlt…
Lokalzuege mag ich eigentlich auch, weil man von ihnen aus die Landschaft am besten beobachten kann. Aber sie sind schon arg langsam und oft etwas alt…
Das Anstehen in Japan finde ich aber gut, so kommt auch wirklich der zuerst in den Zug, der zuerst da war!
   21:00 Uhr
Auf den ersten Blick gefaellt mir Nagasaki nicht wirklich, irgendwie riecht es etwas nach Fisch und Motorenoel… Aber die Jugendherberge ist ganz nett und das Streetcar ist praktisch – man kann fuer ungefaehr 1 Euro ueberall hinfahren, egal wie weit.
Ich war noch mit der Seilbahn auf dem Berg Inasa, von wo aus man ueber ganz Nagasaki schauen kann. Bei Nacht ist das ein einziges Lichtermeer…
Morgen muss ich eine Bank suchen, und dann geht es auf Stadttour!

じゃ、またね!

Dienstag, 30. August 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

30. 8.
   10:15 Uhr
In Japan mit der Faehre zu fahren ist etwas ganz anderes als in Europa. Es gibt keine Stuehle, sondern Teppichboden, auf den man sich setzen kann. Das wird eine sehr interessante Fahrt auf der ‚Sakura‘!
   11:45 Uhr
Ich mag das Schaukeln der Wellen, es hat etwas Beruhigendes… Sobald man an der Westspitze Shikokus vorbei ist, kann man auf der anderen Seite bereits Kyûshû sehen. Es erscheint wirklich nah, aber es soll trotzdem noch 1 ½ Stunden bis nach Beppu dauern… Auf der rechten Seite ist jetzt nur noch blaues Meer zu sehen, wie schoen!
   18:30 Uhr
Ich war in der Hoelle! Uwa! … Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dem Tod, wenn das die Hoelle war, scheint sie wirklich interessant und spassig zu sein… XD
Beppu ist quasi eine riesige heisse Quelle, ueberall tritt Dampf aus dem Boden. Weil aber in der Erde unterschiedliche Mineralien sind, verfaerben sich die Quellen. 8 solcher Orte bilden die ‚Jigoku Meguri‘ oder ‚Hoellentour‘. Die erste Hoelle, die ich besichtigt habe, war die Meereshoelle (im Bus dorthin habe ich Edward, einen netten Amerikaner getroffen). Das Wasser dort erscheint so blau wie das Meer in der Karibik… Es ist fast 100°C heiss und man kann dort Eier kochen. Leider waren wir zu einer schlechten Zeit da, man konnte sie noch nicht kaufen…
Also ging es weiter zu zweiten Hoelle, Oniishibôzu-jigoku, die so heisst, weil der Blasen werfende graue Schlamm aussehen soll, wie die rasierten Schaedel der Moenche. Ich finde, es sah etwas giftig aus… Die folgende Berghoelle fand ich da schon angenehmer, hier tritt der Dampf zwischen den Steinen hervor. Darum herum haben sie Tiergehege angelegt. Die Flamingos und der Elefant scheinen das warme Wasser auch zu moegen!
Auch in der naechsten Hoelle leben Tiere… Da das Wasser eine Temperatur wie im Tropenwald hat, eignet es sich, um Krokodile zu zuechten! Ich habe es nur auf Fotos gesehen, aber zu Fuetterungszeit geht es wohl gefaehrlich zu!
Die ‚Hoelle des weissen Teichs‘ war da schon sicherer. Das Grundwasser ist zwar farblos, aber sobald es hier an die Oberflaeche tritt, faerbt es sich weiss. Mit dem Dampf sah das schoen geheimnisvoll aus.
Weiter ging es mit dem Bus zur ‚Chinoike-jigoku‘ – Blutteich-Hoelle. Der Name haelt, was er verspricht! Wegen der Mineralien faerbt sich das Wasser gespenstisch rot. Der Schlamm soll aber gut bei Hautkrankheiten sein.
Den Abschluss der Hoellentour macht ein Geysir. Er bricht so oft am Tag aus, dass man die Zeiten vorhersagen kann. Leider musste ich meinen Zug erwischen und konnte mir den Ausbruch nicht mehr ansehen…
                 Meereshoelle,                  Oniishibôzu-jigoku,                  Berghoelle      und            Chinoike-jigoku

Die Hoellentour war zwar heiss, aber wirklich interessant. Ich finde es spannend, was fuer Auswirkungen Mineralien im Boden auf das Wasser haben koennen. Die Resultate sind wirklich schoen anzusehen, Beppus Hoelle kann ich – auch wenn es anfangs makaber klingt – nur empfehlen!
Mit der Faehre geht es jetzt von Usuki zurueck nach Yawatahama. Der Sonnenuntergang vom Schiff aus ist wunderschoen… Ich bin froh, dass ich meinen urspruenglichen Plan geaendert habe!

じゃ、またね!

Montag, 29. August 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

28. 8. 
   8:30 Uhr
Nach einem westlichen (oder dem, was Japaner unter westlich verstehen – Toast, Ei mit Schinken, Maissuppe, Salat, Melone und Joghurt mit Erdbeermarmelade, dazu Kaffee und Orangensaft) Fruehstueck im Hotel und einem gruendlichen Check von nem huebschen Kerl (ja, ich hab Beine und Brueste, und weisst du was, Kerl – ich hab auch nen Mund zum Reden…) auf der Strasse jetzt auf dem Weg nach Uwajima. Freu mich schon, meine Freundin Haruko wiederzusehen!
   23:00 Uhr
Gut bei meiner Freundin angekommen. Der Zug (Local Train Service) ist im wahrsten Sinne des Wortes mitten durch die Berge gefahren und durch eine schoene Schlucht mit Fluss durch. Die Aussicht war wirklich grossartig!
Wir sind noch zum Meer gegangen und haben uns viel unterhalten (bzw. sie hat geredet, ich hab zugehoert – und verstanden!). Zusammen haben wir meine Plaene etwas geaendert. Die Unterkunft in Beppu hat sie fuer mich telefonisch abgesagt, ich werde fuer einen Tag mit dem Schiff hinfahren (gleicher Preis wie die Jugendherberge, wenn ich richtig gesehen habe). Sie will, dass ich laenger bei ihr bleibe und das Angebot nehme ich gerne an. Also geht es erst am 1. 9. weiter nach Nagasaki!
Morgen fahren wir wohl zusammen zum Dôgo Onsen nach Matsuyama. Da wollte ich schon lange mal hin, ich freu mich schon darauf!
29. 8.
   14:30 Uhr
Erstmal ausgeschlafen und gut gefruehstueckt. Wir haben beschlossen, erst uebermorgen nach Matsuyama zu fahren. Heute hat mir Haruko die Laeden auf der Einkaufsstrasse von Matsuyama gezeigt. So viele schoene Yukata- und Kimonostoffe! Am schoensten fand ich einen Stoff mit Chidori darauf (Pontochôs Symbolvogel). Aber er war teuer… In Perlenlaeden waren wir auch – in Uwajima werden Perlen gezuechtet. Es gibt Ketten, die im Sonnenlicht ihre Farbe aendern, das sah vielleicht cool aus! Wenn ich mehr Geld locker haette, haette ich mir sogar eine gekauft, aber Perlen sind schon recht teuer… Wir haben noch Manju gekauft und Kakigôri gegessen. Es war mit Matcha, Mochi, Vanilleeis und Azuki-Bohnen – so lecker! Sollten sie in Deutschland auch einfuehren… Spaeter fahren wir wohl noch zu Harukos Eltern.
   21:30 Uhr
Mit dem Bus dauert es ungefaehr eine halbe Stunde bis nach Miyanoshita, wo Harukos Eltern wohnen, weil er durch jedes kleine Kaff faehrt. Mit ihrer Mutter und ihrem Vater haben wir Kuchen gegessen und uns ein bisschen unterhalten (aeltere Menschen finde ich aber schwer zu verstehen).
Morgen frueh geht es mit der Faehre nach Beppu. Ich freue mich schon, die unterschiedlichen heissen Quellen sehen wirklich interessant aus!


じゃ、またね!

Samstag, 27. August 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

26. 8.
   9:00 Uhr
Viel zu frueh dran… Wenn ich jetzt schon den Shinkansen nach Okayama nehme, bin ich in Kôchi, bevor die Jugendherberge aufmacht! >.< Also noch eine Schokolade in meinem Lieblingscafé trinken (Ciao Presso) und dann such ich mir ein Plaetzchen zum Fruehstuecken.
   12:30 Uhr
Ich liebe es, ueber die Seto Ôhashi zu fahren. Unter sich sieht man das blaue Wasser und die Inseln der Inlandsee. Da bekomme ich jedes Mal Lust, mit einem der vielen Boote zu fahren… oder im Sand zu liegen! ^^
   15:20 Uhr
In Kôchi angekommen, aber  - nein, diesmal nicht verlaufen – am falschen Bahnhof ausgestiegen. Haette zwei Stationen weitergemusst und das erst bemerkt, als ich eine weiter GELAUFEN war… Naja, dann hat wenigstens auch die Jugendherberge offen, wenn ich da bin… Und die Aussicht ist ganz nett!
   18:40 Uhr
Irgendwie mag ich Kôchi… Die Jugendherberge ist top (auch wenn ich wohl morgen umziehen muss, weil sie voll ist…) und wenn man den Bahnhof verlaesst, spuert man irgendwie eine besondere Atmosphaere. Zum Essen bin ich etwas vom Bahnhof weggegangen und habe ein kleines Restaurant mit netter Bedienung gefunden. Jetzt weiss ich auch endlich, wie man Zaruudon richtig isst! Morgen (nach dem Umzug) geht es auf Entdeckungstour, heute wird wohl noch gelernt…

 Und es werde Nacht in Kôchi...

27. 8.
   11:00 Uhr
Ich werde wohl langsam immer japanischer – mit aufgespanntem Schirm durch Kôchi! >.< Aber wenn die Sonne auch so sticht…
Nach einem sehr guten japanischen Fruehstueck mit Azuki-Reis erstmal umgezogen ins Pacific Hotel in der Naehe vom Bahnhof. Das Zimmer kann ich allerdings erst um 2 Uhr beziehen, solange bewahren sie mein Gepaeck dort auf und ich hab mich auf den Weg zum Schloss gemacht!
Kôchi hat mit 5 Stockwerken das groesste Schloss, das ich bis jetzt in Japan gesehen habe. Es war waehrend der Meiji-Restauration ein wichtiger Standpunkt fuer die Rebellen aus Tosa. Auch die Geschichte des Gruenders ist sehr interessant: Um 1600 kaempfte er  erst fuer Toyotomi Hideyoshi, wechselte aber auf Rat seiner Frau die Seiten und gewann in der Schlacht von Sekigahara gegen ebenjenen, was ihn zum ersten Fuersten von Tosa machte. Manchmal ist es wohl doch sinnvoll, auf Frauen zu hoeren…
Yamauchi Chiyo, Frau des Schlossgruenders Yamauchi Katsutoyo
Jetzt mache ich mich aber noch auf die Suche nach dem Geburtshaus des wohl wichtigsten Mannes aus Kôchi – Sakamoto Ryôma. Ein bisschen mehr ueber sein wahres Leben erfahren, wo ich eine fiktionale Version ja schon kenne (lieben Gruss an alle, die Peace Maker Kurogane gelesen haben)…
   13:00 Uhr
Sakamoto Ryôma (Drachenpferd) wurde nach einem Traum seiner Mutter benannt, demzufolge ein Feuerdrache in sie fuhr. Als Jugendlicher war er eher schwach und hatte einen Minderwertigkeitskomplex… Er hat frueh erkannt, dass Kontakt mit dem Ausland wichtig fuer den Fortschritt ist und sogar selbst Hollaendisch gelernt. Obwohl es zu der Zeit (~1860) verboten war, die Praefektur ohne Erlaubnis zu verlassen, hat er sich mit einigen Gefolgsleuten auf den Weg gemacht, die strengen Regeln des Shogunats zu brechen.
Ryôma war fuer seine Zeit ganz schoen  gross – etwas groesser als ich. Er muss, auch den Fotos nach zu urteilen, eine recht eindrucksvolle Persoenlichkeit gewesen sein. Und er besass wohl wirklich eine Smith & Wesson No.2 (erneuten Gruss an Peace Maker Kurogane)!
Puppen von Sakamoto Ryôma und seiner Schwester, und eine Bank mit seinem Konterfeit vor seinem Geburtsort, an den nur noch ein Denkmal erinnert
Das Museum ueber ihn und seine Zeit ist sehr schoen angelegt, es fuehrt von seiner Geburt bis zu seiner Ermordung. Kostenlose Audio Guides auf Englisch gibt es zum Glueck auch! ^^ Ich kann jedem Shikoku-Besucher nur empfehlen, nach Kôchi zu fahren, es lohnt sich!
   15:00 Uhr
Mittlerweile im Hotel eingezogen. Leider habe ich hier auch kein WLAN, aber ich werde wohl mal an der Rezeption fragen gehen, ob sie LAN-Kabel verleihen. Sonst  bin ich etwas aufgeschmissen, da ich nicht weiss, welchen Zug ich morgen nach Uwajima nehmen muss! Aber das Hotel ist ganz schoen, und morgen frueh gibt es auch Fruehstueck. Rausgehen werde ich  wohl heute nur noch, wenn ich spaeter Hunger habe, ich bin doch ziemlich erschoepft vom vielen Laufen. 

じゃ、またね!

Donnerstag, 25. August 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

25. 8.
   9:10 Uhr
Auf dem Weg nach Iga-Ueno gerade durch Ôtsu durchgefahren und denk mir noch 'Das liegt doch am Biwako?', als ich ihn auch schon sehe! Der ist echt gross, irgendwann werd ich da auch mal Halt machen...
   12:30 Uhr
Nach etwas Rumgeirre (das wird wohl wieder Standard - wenn hier aber auch alles so schlecht ausgeschildert ist) hab ich den Ueno Kôen gefunden, wo die fuer mich wichtigsten Sehenswuerdigkeiten versammelt sind. Auf dem Huegel in der Mitte des Parks gibt es ein kleines Schloss. Ich wurde hier zum Samurai! XD
Innen kann man viele Gebrauchsgegenstaende begutachten, auch Instrumente sind ausgestellt. Vom dritten Stock aus hat man eine schoene Aussicht auf die Umgebung. Die ganze Zeit ueber bekommt man ueber Lautsprecher Informationen ueber das Schloss, die Stadt und Bashô, der in Iga-Ueno geboren wurde.
Jetzt mache ich mich aber auf die Suche nach dem Ninjahaus... Spuren habe ich schon gefunden!
Ninjabild an einer Bruecke, Ninjawegweiser am Boden, Ninja-Toilettenschildchen
    15:10 Uhr
Uwa, Ninja sind echt cool! In dem Haus sind ueberall geheime Tueren, hinter denen man sich verstecken oder durch die man fluechten kann. Auch geheime Waffenkammern im Boden gibt es. Am Besten ist jedoch die Ninja-Show! Man bekommt hier verschiedene Kampftechniken und Waffen praesentiert. Zum Beispiel ist das Schwert von Ninja nicht leicht gekruemmt wie normale Katana, sondern hat eine Spitze aehnlich wie Ritterschwerter in Europa.
Damit koennen sie es am Boden besser abstuetzen und so einen Tritt zum Waendehochklettern schaffen. Mit einem langen Band zieht man es danach hoch. Schwerter und Blasrohre tarnten Ninja zum Beispiel als Floete. Und am spannendsten ist die Technik, einen Gegner bloss mit Hilfe eines Seils zu koepfen!
Gut, dass man Ninja heutzutage nicht mehr auf der Strasse begegnet... Oder kann das doch passieren? In Iga-Ueno bestimmt! ^^
   17:10 Uhr
Zurueck in Kyôto, wo ich wohl gerade den grossen Regenschauer verpasst habe - lucky! Ich kauf wohl trotzdem vorsichtshalber einen Regenschirm... Aber jetzt gibts erstmal Omurice mit Auberginen.
Heute Abend muss ich noch nach einer Jugendherberge in Kochi suchen. Dann kann es morgen nach Shikoku gehen!

じゃ、またね!

Mittwoch, 24. August 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

   Da ich die naechsten fuenf Wochen in Japan verbringen werde, habe ich beschlossen, eine Art Tagebuch daraus zu machen. Einige Tage werde ich zusammenfassen, da ich viel herumreisen moechte (dabei geht trotz der guten Zugverbindungen in Japan viel Zeit drauf). Wer will, darf sich live in meinen Gedanken fuehlen! XD

   23./24. 8.
 10:45 Uhr
Es kann nur besser werden! Mit 2 Stunden Verspaetung (tjaja, deutsche Puenktlichkeit! ~.^) erst um kurz vor 16 Uhr losgeflogen... Diesmal hatte ich aber meinen Einreiseschein richtig ausgefuellt (aus Fehlern lernt man), weswegen es in Tokyo am Flughafen nicht allzu lange dauerte. Was mir aufgefallen ist: Narita ist zum Ankommen waermer als Osaka, wo alles recht steril gewirkt hat. Dafuer ist allerdings das JR Ticket Center schwerer zu finden. Und: Die Klimaanlagen sind meines Erachtens tatsaechlich nicht so kuehl eingestellt!

   16:30  Uhr
Nach langer Zugfahrt und etwas Rumgeirre in Kyoto, habe ich tatsaechlich meine Jugendherberge gefunden! Das K's House ist sehr sauber, man hat einen eigenen Schuhspind und kann das Gepaeck im Schrank unterm Bett einsperren. Wenn man den Weg einmal kennt, ists auch nicht weit weg vom Bahnhof.
Zum Mittag-/Abendessen habe ich tatsaechlich ein gutes Tonkatsu-Haus, in dem ich vor zwei Jahren schonmal war, wiedergefunden!

   18:30 Uhr
Hab nach dem Essen noch たわわちゃん besucht (Kyoto Tower). Durch die kostenlosen Fernglaeser auf der Aussichtsplattform kann man zum Beispiel bis zum Goldenen Tempel schauen oder die Leute am Kiyomizudera beobachten!
Die Sicht ist echt gut, allerdings fuer den hohen Preis nicht so spektakulaer...
Im Bahnhofsgebaeude spiegelt sich die Kreuzung! ^^
Morgen gehts frueh raus, ich hab nen straffen Zeitplan! XD

じゃ、またね!

Freitag, 12. August 2011

hikaRi goes Hauptstadt!

   Gemeint ist natuerlich Berlin. Wo ich peinlicherweise in meinem ganzen bisherigen Leben noch nicht wirklich war... Aber eine Einladung von Stadtkundigen nimmt man doch gern wahr! Da sieht man naemlich auch mal die versteckten Ecken...

Natuerlich ging es zunaechst einmal an die Geschichte Berlins - ab ins DDR-Museum! Welches ich waermstens empfehlen kann, weil man alles anfassen, rausziehen, ausprobieren darf.





Ich finde die Polsterung von Trabis uebrigens sehr bequem.... Nur das Lenkrad liegt schlecht in der Hand! ^^





Standards mussten natuerlich auch sein, wobei ich ja die Touristen an solchen Orten nicht auf meinen Bildern haben mag XD

   Wusstest ihr, dass man in Berlin an nur einem Tag die ganze Welt bereisen kann? ^^ In den Gaerten der Welt, wahrscheinlich meinem liebsten Platz in der Hauptstadt, ist das wirklich moeglich!

 Persischer Garten

Italienischer Renaissance-Garten




 Kurzer Abstecher nach China und Japan...


... und in den balinesischen Dschungel!


   Was ich auch empfehlen kann, ist die Biosphaere in Potsdam (besonders mit Kindern). Hier findet man einen echten Tropenwald mit vielen Sachen zum Anfassen - man kann einen Geysir zum Explodieren bringen - und vielen Erklaerungen zum Umweltsystem. Auch das Schmetterlingshaus ist wirklich schoen!

   Natuerlich werde ich hier meine Geheimtipps nicht alle offen legen... sonst waeren sie ja nicht mehr geheim! XD Also fahrt einfach selbst los, Berlin ist nicht weit weg (egal von wo aus in Deutschland), und geht selbst auf Entdeckungstour!

じゃ、またね!

Donnerstag, 16. Juni 2011

Let me take you by the hand... (2)

   ... and lead you through the streets of London!
Wenn auch spaet (lieben Gruss an meine Klausuren!) gehts endlich mal weiter mit der 'Stadtfuehrung'! Und was man da so alles entdeckt:

Landestypisches...

... Landestypisches aus einer anderen Perspektive (ja, das ist an der Tower Bridge, deren Blau und Rot so wunderschoen leuchtet, hach. Haetts nicht so geregnet an dem Tag, waers echt cool gewesen! Wobei der Regen ja eigentlich auch Atmosphaere geschaffen hat)...

... und durchaus Skurriles!
Wobei mir diese Waechter auf dem Wehrgang des Towers schon gefallen haben, weil sie zeigen, wie sich die Soldaten damals gegen Feinde gewehrt haben. Was mir am Tower am meisten gefaellt, sind die vielen kleinen Geschichten und Legenden. So heisst es zum Beispiel, dass die Monarchie in Grossbritannien so lange haelt, wie die Kraehen im Tower wohnen. Bis jetzt haben die schwarzen Voegel noch keine Anstalten gemacht, umzuziehen...

So hausen uebrigens Koenige:

 Durchaus nicht uebel, aber auf die Dauer zog es im Tower bestimmt ordentlich... Da kann man sich ueber die Moderne mit ihren Klimaanlagen doch freuen!






Zuletzt gab es hier noch einen Abstecher zu den Kronjuwelen. Dafuer, dass man ungefaehr eine Stunde (wenn man Glueck hat) anstehen muss, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht... Aber ich bin auch nicht besonders interessiert und Prunk und Protzerei! XD Die schlichtere Krone von Queen Mary hat mir da schon eher zugesagt.


   Wer in London preiswert Essen zum Selberkochen kaufen will, sollte unbedingt nach Chinatown fahren. Ich hatte es mir zwar groesser vorgestellt (letztendlich sind es nur zwei-drei Strassen, die durch rote Tore gekennzeichnet werden), aber die Supermaerkte sind gut sortiert und haben faire Preise! Und wer ausgiebig Shoppen gehen will, darf bloss nicht an Camden Town vorbei gehen! Und das Handeln nicht vergessen...

   Unser Stadtrundgang durch London endete mit English Breakfast am Flughafen (seltsamerweise steh ich auf Bohnen und Wuerstchen zum Fruehstueck) und vielen Eindruecken. Persoenlich muss ich nicht noch einmal nach London, meinen Geschmack hat die Stadt nicht getroffen. Sie bietet viele Sehenswuerdigkeiten, aber auf eine seltsame Art ist sie mir zu hektisch... Wer aber Kultur pur haben will, dem lege ich eine Reise ans Herz!

じゃ、またね!