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Dienstag, 1. Januar 2013

Urlaub in Tokyo

   Dienstag, 25.12.2012, nachts
Nachdem an der Uni zwei Wochen Ferien sind, habe ich beschlossen, ein paar Tage nach Tôkyô zu fahren und Freunde zu besuchen. Da Studenten ja bekanntlich nicht so viel Geld besitzen, habe ich mich für Hin- und Rückfahrt mit dem Nachtbus entschieden... Es gibt deutlich bequemere Reisemöglichkeiten! An Schlaf war nicht wirklich zu denken, trotz Kopfhörern und Musik waren die Fahrgäste doch sehr laut und die Straßenlichter ziemlich hell. XD Aber um zu sparen ist es eine gute Möglichkeit...

   Mittwoch, 26.12.2012
Obwohl ich etwas müde nach der Fahrt war (um 7 Uhr morgens bin ich in der Hauptstadt angekommen), bin ich mit meiner lieben Mitstudierenden aus Deutschland und ihren Freunden zum Fuji Q gefahren, ein Vergnügungspark in der Nähe des Fujisan. Es war zwar recht kalt, aber die Sonne tat uns den Gefallen, zu scheinen, wodurch wir perfekte Sicht auf den Berg hatten!
 
Die Attraktionen im Park bestanden hauptsächlich aus Achterbahnen und Fahrgeschäften, für die man extra zahlen musste, für den Preis muss ich da kein zweites Mal hin... Das Geisterhaus (hab mir sagen lassen, dass es weltweit eines der längsten ist) war allerdings sehr gut aufgebaut - ein altes Krankenhaus, in dem Menschenexperimente durchgeführt wurden. Die Beleuchtung bei Nacht war auch schön anzusehen.




Für die Nächte, die ich bei meiner Freundin verbringen durfte, haben mir ihre Vermieter einen Futon bereit gestellt, den wir bei unserer Rückkehr vom Vergnügungspark abholen durften. Ganz großes Danke dafür, ich liebe es, auf Futons zu schlafen!




   Donnerstag, 27., bis Sonntag, 30.12.2012
Die folgenden Tage haben wir immer gemütlich ausgeschlafen und sind dann nach Shinjuku gefahren, um Shoppen zu gehen, Karaoke zu singen oder uns mit Freunden zu treffen. Meine Freundin hat mir ihre Uni gezeigt (interessant, mal auch andere Unis zu sehen), wir haben einen Tempel besucht, der für Katzen berühmt sein soll (es war aber keine dort), und wir waren im jährlichen Konzert des Orchesters der Meiji-Universität. 

Am letzten Tag waren wir zu dritt im Sweets Paradise, das bedeutet, etwas über eine Stunde Pasta- und Kuchenbuffet! Sehr lecker, sehr sättigend... sehr gut für die langen Stunden im Nachtbus zurück nach Kyôto!
Danke an alle, die Zeit für mich hatten, ich hatte sehr viel Spaß in Tôkyô! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder! <3

じゃ、またね!

Donnerstag, 20. September 2012

Odyssee einer Austauschstudentin

   Mittwoch, 19.09.2012, 14 Uhr, Tôkyô
Als Abschied vom Unterricht, an dem ich zwar nicht lange teilnehmen konnte, sind wir alle zusammen – Lehrer, 1.- und 2.-Jahresstudenten – in ein Izakaya (Japanische Kneipe) gegangen. In Izakaya kann man in einem eigenen Zimmer All-you-can-drink bestellen, dazu gibt es Kleinigkeiten zu essen, und wir hatten als Besonderheit noch eine Karaoke-Anlage.

 





Japanischer Alkohol ist mir persönlich zwar zu schwach, aber es hat die Atmosphäre etwas aufgelockert und gegen Ende haben auch alle fleißig mitgesungen!

 





Ich habe in Tôkyô bis jetzt hauptsächlich wichtige Sachen wie Zahnpasta eingekauft, Shoppen gehen kann ich auch in Kyôto, wenn ich wieder regelmäßig Geld zur Seite legen kann.
Sich an die hohe Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen, war für mich noch nie ein Problem, weswegen ich zu jeder Zeit mit den deutschen Studenten ausgehen konnte. In unserer Unterkunft gibt es auch einen Baderaum mit Heißwasserbecken, was ich abends sehr entspannend finde.
Morgen fahren wir schon zum Tandemkurs nach Kusatsu. Der Kurs wird wahrscheinlich sehr intensiv und anstrengend, ich fand es auch letztes Jahr schwierig, den ganzen Tag entweder Japanisch zu reden oder Deutsch zu erklären – über seine eigene Muttersprache nachzudenken ist ebenso auslaugend wie eine Fremdsprache zu erlernen. Aber ich weiß, dass wir auf der anderen Seite auch sehr viel Spaß haben werden!
 
じゃ、またね!

Montag, 5. September 2011

Tagebuch einer Studentin auf neuen (Ab)Wegen

4./5. 9.
   In Tokyo mit den anderen Japanologen wiedervereint! ^^ So ging es erstmal auf Streiftour durch Shibuya, Purikura machen, Hachiko besuchen, Takoyaki essen, usw. Was (besser gesagt 'wen') man dabei so alles beobachten kann... Wir haben Kerle gesehen, die gut als Double fuer YUKKE und Mizushima Hiro durchgehen koennten! XD
Heute ging es zuerst in den Shônen Jump Shop, direkt beim Tôkyô Dome. So viel Merchandise, so wenig Geld. Aber das, was ich aus den Automaten haben wollte, hab ich tatsaechlich bekommen! Lucky! Eigentlich wollten wir mit der Achterbahn im Tôkyô Dome fahren, aber sie war geschlossen... Also ging es weiter nach Shinjuku zum Karaoke. Da kann man verdammt viel Zeit verbringen, wenn man genug Geld hat... Die Lieder sind echt gut (ich hab nicht nachgezaehlt, wie viele es von MUCC waren, oder auch an Animesongs). Ich bin echt froh, in Tôkyô nicht mehr allein zu sein, solche Sachen wuerden alleine keinen Spass machen.
Morgen geht es mit dem Bus Richtung Gunma-Praefektur, wo unser Tandemkurs stattfindet. Damit endet mein kleines 'Tagebuch' auch, ueber den Kurs wird es wohl nicht viel zu berichten geben. Thank you for travelling with Deutsche Studentin. 

じゃ、またね!

Dienstag, 22. Februar 2011

Abenteuer Japan (5)

  Von Kyoto aus ging es fuer weitere 5 Tage zum letzten grossen Ziel - Tokyo. Um die Hauptstadt kommt man nicht herum, sollte man auch nicht, denn die Atmosphaere in einer solch gigantischen Atmosphaere ist beeindruckend. Ich hatte hier das Gefuehl, dass die Zeit niemals stehenbleibt, ueberall ist der Fortschritt sichtbar. Viele fuehlen sich in Grossstaedten unwohl wegen der Anonymitaet, aber meiner Meinung nach strotzen sie von Leben!

  Zuerst besuchte ich den Asakusa-Tempel. Leider wurde er zu dem Zeitpunkt renoviert, man konnte nicht viel der Fassade sehen. Allein die Pagode blieb von den Bauarbeiten unbehelligt.
Trotzallem waren sehr viele Touristen hier... Der Tempel beherbergt eine Statue der Gluecksgoettin Kannon. Viele beten hier zu ihr. Ich habe mir aber lieber ein ruhigeres Plaetzchen im kleinen Garten gesucht.

  In Tokyo gibt es viele kleine Museen, die eher versteckt liegen. Empfehlen kann ich von diesen das 'Japan Sword Museum', das 'Oota Memorial Museum of Art', in dem man wunderschoene Holzschnitte bewundern kann, und das 'Shitamachi-Museum'. In keinem durfte man Fotos machen, aber sie bleiben auch so in Erinnerung. Letzteres zeigt Nachbauten von Haeusern und Geschaeften aus dem Tokyo der Edo-Zeit (bis 1868 hiess Tokyo noch Edo). Als ich mich als Studentin zu erkennen gab, erhielt ich eine interessante Fuehrung auf Englisch. Jedes Geraet, jedes Werkzeug wurde mir ausfuehrlich gezeigt und erklaert. Im zweiten Stock des Gebaeudes konnte man Spiele aus dieser Zeit ausprobieren, ausserdem gab es Fotos und Zeitungsartikel von frueher. Wer mehr ueber Tokyos Entwicklung wissen moechte, sollte unbedingt einen Abstecher hierhin einplanen!

  Auch in den Strassen Tokyos, so modern sie erscheinen, gibts es immer etwas zu entdecken - kleine Schreine sind ueberall versteckt! Besonders ergriffen hat mich aber eine Statue...
Dieser Hund ist Hachikou. Der Akita-Hund gehoerte einem Professor, den er jeden Morgen zum Zug begleitete und abends wieder abholte. Das Herrchen starb jedoch in der Universitaet und Hachikou wartete vergebens auf die Rueckkehr. Bis zu seinem eigenen Tod hat der Hund treu am Bahnhof auf sein Herrchen gewartet... Im Gedenken an diese bedingungslose Treue haben die Japaner dem Hund eine Statue gewidmet, deren Blick noch heute auf den Bahnhofseingang gerichtet ist - Shibuya Hachikou-guchi! Richard Gere hat die Geschichte uebrigens in einem Film neu umgesetzt - sehr gut, wie ich finde.

  Was ist Tokyo ohne einen Besuch beim Tokyo Tower! Dem franzoesischen Eiffelturm nachempfunden ist er hoeher und leichter als das Original und erstrahlt ganz in Rot.
Oben ist die gesamte Fassade verglast, was einen guten Rundumblick auf die Tokyoter Skyline bietet. Tagsueber soll man bei gutem Wetter sogar den Fuji sehen koennen, vorrausgesetzt, der Smog laesst es zu... Bei Nacht sind die vielen bunten blinkenden Lichter der Hotel- und Buerotuerme seltsam schoen.

  An meinem letzten Tag in Japan machte ich noch einen Abstecher nach Kamakura zum Grossen Buddha. Dank meines Orientierungssinns dachte ich erst, ich haette mich auf dem Weg dorthin verlaufen, weil ich nicht den direkten genommen hatte. Zum Glueck sah ich dieses Schild:
Ich befand mich also auf dem Wanderweg... der nicht wirklich ein Weg ist, sondern mitten durch die Flora fuehrt. Auch wenn man nach 1 Kilometer durchaus das Gefuehl hat, voellig falsch zu sein, der Weg ist zu empfehlen, denn man begegnet hier ausser Zikaden niemandem und sieht viel von der Landschaft. Letztendlich landet man auch wieder auf der Strasse, die einen dann ans Ziel bringt.
Fuer 10 Yen (ja, Yen, das ist quasi nichts!) darf man ins Innere der riesigen Bronzestatue. Allerdings kommt es einem Backofen nahe...
  Schliesslich ging ich noch zum Hase-dera in der Naehe. Er ist fuer seine Goldstatue der Goettin Kannon beruehmt, die Anlage allein ist allerdings schon sehenswert. Ein Garten mit zahlreichen Blumen, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten bluehen, fuehrt ein kleines Stueckchen den Berg hinauf. Von oben hat man wunderbare Sicht auf das Meer.

  Mit so vielen Erinnerungen verabschiedete ich mich nach nur 17 Tagen sehr unwillig von Japan. Ich habe dort viel gelernt, ausprobiert und erfahren. Die Orte, die ich besichtigt habe, und die Menschen, die ich getroffen habe, trage ich fuer immer in meinem Herzen. Ich freue mich schon sehr auf den naechsten Besuch in Japan!

じゃ、またね!