Posts mit dem Label Austausch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Austausch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 25. April 2013

Und die Welt ist rosarot

   März und April 2013
Da ich im Herbst ja bereits die Laubfärbung fotografiert habe, kommt jetzt für den Frühling natürlich auch eine kleine Gallerie. Die Kirschblüte ist in Japan extrem beliebt - und wer sie einmal gesehen hat, versteht, warum. Sie stehen zwar einerseits für den Neuanfang (wie der Frühling in Deutschland ja auch), andererseits für die Vergänglichkeit, da sie so schnell wieder verblühen.
Hier also ein paar Fotos der Schönheiten, die ich an verschiedenen Orten von März bis April gemacht habe.



Weiße und rosa Blüten an einem Baum im Park des Ryôan-Tempels

Sehr alte Shidare-zakura (Trauerkirsche/hängende Kirsche) im Maruyama-Park

Kirschblüten im Garten des Heian-Schreins




Ebenfalls am Heian-Schrein gab es diesen besonderen Baum zu sehen. Speziell zur Kirschblüte werden an dem Schrein rosa Weissagungen verkauft, die nach dem Lesen an den extra aufgestellten Baum gebunden werden, um einen Kirschbaum zu formen.

Da die Temperaturen im März und April sehr angenehm sind, könnte das mit den Kirschblüten meine liebste Jahreszeit in Japan sein!

じゃ、またね!

Samstag, 9. Februar 2013

Dämonen raus, Glück ins Haus

   Sonntag, 03.02.2013
Dieser Spruch - beziehungsweise eigentlich 'Oni wa soto, Fuku wa uchi', wird an Setsubun verwendet.
Das Fest markiert den Frühlingsanfang, und an Schreinen werden dazu symbolisch die Dämonen ausgetrieben. Wir haben uns das Spektakel am Fujinomori-Schrein in der Nähe der Uni angeschaut. Uns tönten schon die fröhlichen Musiker entgegen!
Zwischen den musikalischen Einlagen konnte man sich kostenlos einen Becher Amazake holen, ein süßes Getränk aus fermentiertem Reis - ohne Alkohol und sehr heiß!
Danach erklang auch schon erneut traditionelle Musik: Gagaku... Da ich Unterricht in japanischer Musikgeschichte belege, war ich mit den Klängen schon vertraut, aber ich kann mich mit dieser Art Musik einfach nicht anfreunden...

Nach dem Schreinspektakel haben wir uns Ehômaki gekauft, eine besondere Sushi-Art, die man zum Setsubun isst. Beim Essen soll man in eine glückbringende Richtung schauen, die jedes Jahr vorgegeben wird, und nicht reden, da sonst das Glück entflieht. Mein Glück sollte dementsprechend bei mir bleiben...
Ein weiterer Brauch an Setsubun hat mit Bohnen zu tun. Einerseits bringt es Glück, die Anzahl seines Alters plus eins an Bohnen zu essen, andererseits vertreibt man durch das Werfen die Dämonen und läd das Glück in sein Haus ein. Da müsste unser Wohnheim ja jetzt vor Glück nur so überquellen!

じゃ、またね!

Dienstag, 22. Januar 2013

Auf ins Onsen

   Freitag, 18.01.2013 und Samstag, 19.01.2013
Bereits im Dezember haben wir Mädchen vom Kendô-Club wegen der Kälte den Wunsch geäußert, ins Onsen (heiße Quelle) zu fahren.
Die Idee hat sich zu einem Club-Kurztripp ausgeweitet, der zufällig auf mein Geburtstags-Wochenende gelegt wurde!
Am Freitagmorgen sind wir also zu neunt in den Zug Richtung Kinosaki gestiegen. Unterwegs lag so viel Schnee! 


An unserem Ziel dann aber leider kaum welcher...

Am Hotel angekommen, besorgten wir uns dann die kostenlosen Yukata, Badetaschen, Überjacken und Onsen-Pässe, mit denen wir in sieben verschiedene heiße Quellen gehen durften. Aus Zeitmangel konnten wir leider nur drei davon ausprobieren. Es ist wirklich entspannend, im heißen Wasser zu sitzen und die Landschaft zu genießen... und die Haut fühlt sich nach dem Bad so gut an! Auch wenn es einem etwas schwindlig werden kann, wenn man zu viel Zeit im Wasser verbringt! 
Der Spaziergang an der kalten Winterluft zur nächsten Quelle war dabei sehr erfrischend.
Wieder im Hotel machten wir uns dann über das Buffet her (ja, heißes Wasser macht hungrig!), vergnügten uns mit Tischtennis und unterhielten uns bis zum Morgen. Zwischendurch stießen wir mit Pflaumenwein auf meinen Geburtstag an! \(^.^)/ 
Am Samstag hieß es dann Mitbringsel für die Club-Mitglieder besorgen, die nicht mitfahren konnten. Etwas Zeit zum Schneehasen-Bauen mit dem wenigen Schnee und zum letzten Entspannen am Fußbad blieb noch, danach ging es auch schon wieder zurück nach Kyôto, wo die Geburtstagspakete von meiner Familie auf mich warteten.



Danke an den Kendô-Club für den entspannenden Ausflug und dass ihr meinen Geburtstag mit mir verbracht habt! Geburtstag in einem fremden Land ohne Familie und die guten Freunde ist schon etwas seltsam, aber durch den Club hatte ich trotzdem einen wunderschönen Tag!

じゃ、またね!

Sonntag, 6. Januar 2013

Frohes neues Jahr!

   Montag, 31.12.2012
Für Silvester haben wir Austauschstudenten uns mal wieder zusammengetan, um eine kleine Feier im japanischen Stil zu veranstalten. Wir haben Toshi-koshi-Soba gekocht, Jahreswechselnudeln; Japaner verbinden damit ein langes Leben.
Von ungefähr 19 Uhr bis kurz vor Mitternacht läuft auf dem Fernsehsender NHK Kôhaku Uta Gassen, quasi ein Gesangswettbewerb, wobei die Künstler in zwei Gruppen, rot und weiß, aufgeteilt werden, und die Zuschauer per Anruf entscheiden, welche Gruppe die besseren Auftritte hatte. Das klang nach Spaß, ich hatte es noch nie gesehen, und abgesehen davon, dass viele Auftritte nicht wirklich mein Geschmack waren, war es doch interessant anzuschauen. Die Sängerin Sakamoto Fuyumi hat mich besonders fasziniert, da ihr Auftritt eine Mischung zwischen traditionellem japanischen Enka und moderner Pop-Musik war. Mit musikalischer Untermalung verging der Abend dann sehr schnell und wir konnten in das neue Jahr hineinzählen!
Verglichen mit deutschen Silvesternächten ist es in Japan sehr ruhig, wobei ich nicht sagen kann, was mir besser gefällt... was mittlerweile bei vielen Dingen der Fall ist! Im Ausland lernt man auf einmal die Vorteile seiner Heimat zu schätzen...


    Donnerstag, 03.01.2013
Um das neue Jahr auch gebührend japanisch zu begrüßen, ging es zum ersten Schreinbesuch (Hatsumôde) zum Fushimi-Inari-Schrein, wo wir um Glück gebetet und unsere Jahresweissagung gezogen haben.
Da meine nicht allzu gut klang (anscheinend habe ich in der zweiten Jahreshälfte mehr Glück), habe ich sie am Schrein angebunden, um mein Glück den Göttern zu überlassen!
Da natürlich viele Leute zum Schrein kommen, und natürlich viele Weissagungen gezogen werden, kann das Anbinden der weißen Zettelchen dann unter anderem so aussehen:
   Freitag, 04.01.2013, und Samstag, 05.01.2013
Zur Feier der Ferien hatte mich meine Tutorin zu sich nach Hause nach Ôsaka eingeladen. Ich durfte ihre Familie kennenlernen, die mich herzlich empfangen hat, und sie hat mir einige Sehenswürdigkeiten gezeigt.

Umeda-Skybuilding, von dem man eine wunderschöne Aussicht hat, und der Glico-Runner in Dôtonbori

Schloss Ôsaka

Zum Abschluss waren wir zusammen im Aquarium, wo es unter anderem eine Pinguin-Parade, einen Walhai und viele andere bunte Wasserbewohner zu sehen gab.



So gingen zwei Tage mit viel Laufen, viel Unterhalten und viel Spaß zu Ende. Ganz lieben Dank an meine Tutorin und ihre Familie!


Damit an alle noch ein frohes neues Jahr, auf dass es wunderschöne 365 Tage werden!

じゃ、またね!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Fröhliche Weihnachten!


    Ja, auch in Japan ist Weihnachten... oder das, was man selbst daraus macht! Meine wundervolle Familie (danke Oma, danke Mama, danke Papa!) hat mir Pakete geschickt, um auch hier etwas Stimmung in mein Zimmer zu bringen. So konnte ich einen improvisierten Adventskranz aufstellen, selbstgebackene Plätzchen genießen und jeden Tag mein Türchen am Adventskalender öffnen. Es fühlt sich trotzdem etwas seltsam an, die Vorweihnachtszeit quasi alleine zu verbringen...

Auch wenn Weihnachten hier eine andere (oder auch gar keine) Bedeutung hat als in Europa, kann man in der ganzen Stadt die Beleuchtung betrachten, und Weihnachtsliedern aus den Lautsprechern in den Geschäften lauschen.
 
Und da wir Austauschstudenten ja bunt gemischt sind, haben wir uns einfach unsere eigenen Parties organisiert! Da gab es dann unter anderem typisch-japanischen Weihnachtskuchen und eine selbstgebastelte Pinata, während englische Weihnachtslieder gesungen wurden. International eben!

Und wenn man die Augen aufgehalten hat, konnte man neben dem Ernst der Uni auch etwas Spaß auf dem Campus entdecken...

In dem Sinne: Frohe Weihnachten, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr, ich mache jetzt Urlaub!












じゃ、またね!

Donnerstag, 22. November 2012

Lasset den Alltag einkehren!

   Wie schnell ein Monat vergehen kann, wenn man jede Woche Unterricht, Club und Hausarbeiten zu erledigen hat...

Ich habe mich inzwischen gut eingelebt, dem Unterricht kann ich mittlerweile mehr oder weniger gut folgen (Sprachunterricht macht wirklich Spaß, 'normaler' Unterricht mit regulären Studenten zusammen ist verdammt anstrengend... wenn ich einmal ganz kurz nicht aufpasse, komme ich komplett aus dem Verlauf heraus >.< ). Den Sprachunterricht finde ich sehr gut gestaltet, wir bekommen jede Woche ein Kurzreferat als Hausaufgabe, für das wir Japaner in unserer Umgebung interviewen müssen. Wir sind also zum Kontakt gezwungen! XD
Seit Anfang November bin ich jetzt auch Mitglied des Kendo-Clubs an der Uni. Ich habe mir vorgenommen, dreimal pro Woche zum Training zu gehen, bis jetzt konnte ich das wegen einer starken Erkältung leider nicht einhalten... Die Mitglieder sind jedoch alle sehr nett und haben mich gut aufgenommen!

Des weiteren waren wir Austauschstudenten Anfang November wegen des Uni-Fests beschäftigt. Vom Wohnheim aus haben wir einen Essensstand vorbereitet und zwei Gerichte aus Korea und Thailand verkauft. 
 Auf dem Schild steht: 'Aus der Weltküche'

Es war ein großer Erfolg, am ersten Tag waren wir vollständig ausverkauft, und wir hatten eine Menge Spaß daran, unsere Gerichte zuzubereiten, anzupreisen, und selbst zu kosten!


Und so sieht es aus, wenn am Ende eines langen Wochenendes die Reste sinnvoll verwertet werden!
Von unseren Einnahmen konnten wir eine kleine Dankes-Party veranstalten.
Zusammenfassend kann man über den vergangenen Monat also sagen, dass ich hier viel Spaß habe, aber auch schon viel gelernt habe. Gespräche fallen mir nicht mehr ganz so schwer wie am Anfang, und ich verstehe mittlerweile fast alles sinngemäß. Ich werde von jetzt an auch weiter mein Bestes geben! \(^.^)/

じゃ、またね!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Odyssee einer Austauschstudentin


   Donnerstag, 11.10.2012, 22:30 Uhr, Kyôto
Ah… erschöpft! Immer nur Japanisch zu hören/lesen/sprechen ist verdammt anstrengend…
Ausgerechnet in meinem Zimmer ist der Internetanschluss momentan kaputt. Eigentlich müsste ich Präsentationen schon einiges recherchieren, und einige Verabredungen kann ich auch nur per Mail treffen… Aber morgen kommt jemand, der es hoffentlich reparieren kann!
Unterrichtsmäßig ist jetzt fast schon Alltag. Hausaufgaben können wir Ausländer teilweise zusammen machen, das hilft viel. Ich verstehe mich recht gut mit 5 Mädchen aus der ganzen Welt, wir geben unser Bestes, uns auf Japanisch zu unterhalten!
Partys gibt es auch schon einige. Heute war in meinem Wohnheim, nächste Woche im anderen, darauf die Woche ist Halloween. Ich bin froh, auf diese Weise Anschluss zu finden, es ist doch etwas einsam als einzige Deutsche…
Morgen treffe ich mich mit einer guten Freundin. Endlich, nach einem Jahr! Das wird ein gutes Wochenende, denke ich…

   Freitag, 12.10.2012, 22:45 Uhr, Kyôto
Mein Internet funktioniert! Das Reparieren hat nicht wirklich lange gedauert… Endlich! XD
Heute Abend war ich mit meiner guten Freundin zum Essen verabredet. Sie hat mich in ein Restaurant eingeladen, das auf Kyôtoer Küche spezialisiert ist. ~.~ So lecker! Ich will gar nicht wissen, wie teuer es war… Es war sogar eine Maiko anwesend, so schön! >.<
Morgen machen wir zusammen etwas Sightseeing. Ich freue mich wirklich, meine Freundin wiederzusehen, es ist immer interessant mit ihr!

   Samstag, 13.10.2012, 18 Uhr, Kyôto
Gerade aus Kyôto wiedergekommen. Hatte heute einen schönen Kulturtag mit meiner Freundin. ^.^
Wir waren am Kiyomizu-dera (hab Heiliges Wasser getrunken, hoffentlich wirkt es!), am Yasaka-jinja (wo gerade eine japanische Hochzeit stattfand!), sind durch Gion spaziert (da veranstaltete eine Universität eine Parade!), und vieles mehr.


Es war ein langer Tag, aber es hat so viel Spaß gemacht und war sehr interessant. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!
   Kiyomizu-dera







Yasaka-jinja

   Mittwoch, 17.10.2012, 23 Uhr, Kyôto
Regen, Regen, Regen… das will gar nicht mehr aufhören! XD Gutes Wetter zum Lernen, morgen habe ich auch wieder ein kleines Referat über den Deutschunterricht an deutschen Grundschulen.
Ich habe die letzten Tage über Gelegenheit gehabt, mit meiner Familie und Freunden zu skypen. Lange ist’s her, dass ich so viel Deutsch gesprochen habe! XD Es beruhigt, sich mal wieder mit seinen Lieben auszutauschen, aber es zeigt mir auch, wie weit weg sie sind… Vermisse euch!

じゃ、またね!

Sonntag, 7. Oktober 2012

Odyssee einer Austauschstudentin


   Freitag, 28.09.2012, 23:30 Uhr, Kyoto
Allein im eigenen Zimmer… klein, aber es passt schon. Morgen muss ich unbedingt einkaufen gehen! Heute war ich so beschäftigt, dass ich noch nicht mal etwas zu trinken kaufen konnte. >.<
Ich wurde am Bahnhof von einer Studentin abgeholt. Sie wirkt sehr nett, hat mir den Weg vom Bahnhof zum Wohnheim und zur Uni gezeigt. Die Adresse hat sie auch mit mir eintragen lassen, meine Residence Card ist also vollständig!
An der Uni hatte ich eine Einweisung von der Professorin für Musikologie. Sie scheint sehr nett zu sein und hat mir auch Unterricht empfohlen. Das kommende Jahr über wird sie meine Ansprechperson für Probleme sein.
Mit Internet muss ich auch noch schauen… Die öffentlichen PCs im Wohnheim taugen nicht wirklich viel, die Browser sind zu alt. Aber der Hausmeister ist auch ganz nett, glaube ich, es sollte kein Problem sein, ihn darauf anzusprechen und vielleicht kann ich dann auch bald in meinem Zimmer ins Internet. ^.^
Tja, alleine, erste Nacht – spannend? >.<

Ein kleiner Einblick in mein neues Wohnumfeld:





   Montag, 01.10.2012, 22 Uhr, Kyoto
Erfolgreiche Punkte: Ich finde den Weg allein zum Bahnhof und zur Uni; ich habe es geschafft, mir eine Konzertkarte zu kaufen, freu mich schon darauf, mit einer Freundin hinzugehen; ich habe groß eingekauft und sogar mit dem Herd etwas gekocht (der Herd ist seltsam nach europäischen Maßstäben); ich habe mir in der Uni einen Plan vom Campus besorgt und die wichtigsten Daten in den kommenden Tagen erhalten – am Mittwoch ist die Einweisung zum Japanisch-Unterricht.
Was noch erledigt werden muss: Internet; ein paar wichtige Utensilien für den Haushalt kaufen; Versicherung; Bankkonto; Club; Freunde? Klingt irgendwie traurig… Aber morgen wird einiges davon erledigt. Und dann kann ich mir ein Handy besorgen und habe endlich eine Möglichkeit, Verbindung zur Japaner-Welt aufzunehmen! XD

   Donnerstag, 04.10.2012, 17:15 Uhr, Kyoto
Viel erledigt in den letzten Tagen… Konto eröffnet, Versicherung abgeschlossen, erste Stromrechnung bezahlt, Handy gekauft, ersten Unterricht besucht.
Den Leuten, die mir bei all dem geholfen haben, bin ich sehr dankbar! Bis jetzt habe ich an der Uni nur nette Menschen getroffen (wenn man die Bibel-fanatischen Chinesen mal außen vor lässt). Auch die anderen Austauschstudenten scheinen sehr nett zu sein. Was mich etwas stört, sind die Menschen, die mir auf der Straße entgegen kommen… Manche starren mich an, als hätte ich fünf Augen oder so ähnlich! Und nein, ich habe nachgeschaut, es sind nur zwei… XD
Heute hatte ich Unterricht in Japanischer Musikgeschichte. Es war zwar anstrengend, so viele Informationen auf einmal zu verarbeiten, aber ich denke, wenn ich mich daran gewöhne, kann ich dem Unterricht folgen. Es wird auf jeden Fall interessant!
Morgen ist zum ersten Mal Japanisch-Unterricht. Danach soll ich eine Kurzvorstellung meiner Uni halten, auf Japanisch, vor Leuten, die ich nicht kenne! O.O Beschäftigt mit Vorbereitungen…
Momentan regnet es viel, die Temperatur schwankt über den Tag auch gewaltig. Der Herbst ist wohl im Anmarsch…

   Sonntag, 07.10.2012, 20:15 Uhr, Kyoto
Die Uni-Vorstellung am Freitag war für die zukünftigen japanischen Austauschstudenten. Ich war zwar verdammt aufgeregt, aber es hat ganz gut funktioniert.
Der erste Japanisch-Unterricht war Mittelstufe, dem ausgeschriebenen Level nach eigentlich noch etwas zu hoch für mich, aber ich konnte gut folgen. Wir Ausländer helfen uns untereinander und ergänzen uns ganz gut, soweit ich das einschätzen kann. Ich freue mich schon auf das kommende halbe Jahr!
Hausaufgaben gibt es natürlich auch schon… Für Musikgeschichte hole ich momentan die ersten paar Seiten im Lehrbuch auf – die ersten paar Seiten bedeutet 20, für mich heißt das ungefähr fünf Stunden Arbeit, bis ich mich durch die ganzen Schriftzeichen durchgearbeitet habe. >.< Ein Wochenende voller Lernen…

じゃ、またね!

Montag, 24. September 2012

Odyssee einer Austauschstudentin

   Freitag, 21.09.2012, 28 Uhr, Kusatsu
Wir sind jetzt seit 2 Tagen in Kusatsu für den Tandemkurs. Ich finde es zwar schwer, auf einmal mit so vielen Leuten konfrontiert zu sein (20 Japaner), aber wir haben jetzt schon alle viel Spaß! Tandemarbeit ist allerdings immer sehr anstrengend...
 


 








Heute haben wir einen kleinen Ausflug in die Stadt gemacht - Kusatsu liegt mitten in den Bergen, es gibt hier Bären und Tanuki, und es ist berühmt für seine Onsen! 

Dementsprechend riecht es zwar überall sehr nach Schwefel, aber das heiße Wasser macht die Haut so schön weich und es ist so entspannend! 


 


Auf dem Weg dorthin sollten wir Onsen-Manjû probieren, meins war mit Maronenfüllung.


 





 
Am Tempel habe ich mein Glück gezogen, es stand zwar 'Großes Glück' drauf, klang aber nicht wirklich so gut...
Das Essen im Seminarhaus, wo wir übernachten, ist verdammt lecker und abwechslungsreich (3mal am Tag Japanisch), hoffentlich nehme ich nicht wieder zu... >.<







   Samstag, 22.09.2012, 22 Uhr, Kusatsu
Am Abend unterhalten wir uns mit Spielen - die Japaner haben Dogdeball (Völkerball) vorbereitet, die Deutschen Outburst und Activity. Es macht großen Spaß, zusammen zu lachen! Auch der Tandemunterricht macht Spaß, auf der anderen Seite lernen wir viel über die Japanische Sprache, aber auch über unsere eigene. Es ist interessant, die verschiedenen Sprachniveaus zu hören und zu sehen, wie sehr sich jeder einzelne anstrengt.


   Montag, 24.09.2012, 19:30 Uhr, Kusatsu
Der Kurs ist jetzt fast vorbei, morgen ist nur noch Nachbesprechung.
Die letzten beiden Abende haben wir auf Deutsch/Japanisch in 5 Gruppen kleine Theaterstücke aufgeführt. Es war interessant, dass sich die Inhalte, die sich die einzelnen Gruppen überlegt hatten, so sehr ähnelten.
Wir Studenten haben uns von Tag zu Tag besser verstanden, viel unterhalten, ausgetauscht und gelacht. Ich hoffe, dass jedem der Kurs so viel Spaß gemacht hat wie mir, auch wenn es anstrengend war!
Danke an alle Studenten und die 3 Lehrer!



じゃ、またね!